Tom Schilling spielt in dieser Komödie den Manager Oliver Overrath, der nach einem Autounfall in einer Behinderten-WG landet. Im Interview erzählt er, wie er mit Stress umgeht, während uns Axel Stein wissen lässt, wie er sich auf die Rolle des „Rainman“ vorbereitet hat.

 

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Die Bruchlandung der Götterdämmerung?

In der heutigen Zeit hat ein Film selten eine so lange Produktionszeit wie die 4 – 5 Jahre, die Iron Sky – The Coming Race, vereinnahmt hat. Die Filmindustrie ist gefühlt zu einer Massenproduktion geworden ohne großartige Liebe zum Detail und dem starken Eindruck, dass es hauptsächlich ums Geld geht. Können wir uns daher bei dem zweiten Teil des Iron Sky Franchise, mit einer solch langen Produktionszeit, auf einen grandiosen Film freuen, der die Fans vollends zufriedenstellt? Ich war bei der Premiere am 03.03.2019 in Berlin und bringe ein paar Eindrücke mit. Aber seid gewarnt: Dieser Kommentar wird einige massive Spoiler aus dem Film enthalten!

Eine Filmpremiere für den treuen Fan

Nun war es also soweit. Die Premiere steht an. Ursprünglich in Finland mit Satellitenevents in Schweden und Dänemark. Da Kopenhagen nun nicht zu weit von Hamburg entfernt ist, habe ich mir auch direkt eine Karte für das Satellitenevent in Dänemark besorgt. Kurz vorher wurde dieses Event leider abgesagt. So gab es wohl Probleme mit der Organisationsfirma vor Ort aber für ein Ersatz soll gesorgt werden. Die Premiere verstrich und ein Ersatz kam nicht in Sicht. Nach mehrmaligen Nachfragen gab es dann aber eine Einladung für die Premiere in Berlin, samt Einlass über den roten Teppich und die Chance die Stars kennenzulernen.

Am 5.3.2019 öffnete das Cinestar CUBIX seine Pforten für die eingefleischten Iron Sky Fans. Zum Einlass gab es dann auch noch ein schönes T-Shirt, um kräftig Werbung für den Film und das Franchise zu machen. Allerdings dann auch schon die Ernüchterung, da an einen netten Empfang mit Getränken und Kleinigkeiten nicht gedacht wurde. Als Besucher der Premiere erhielt man, nach dem Gang über den roten Teppich, einen Gutschein für ein einziges Freigetränk für den Abend. Auf Nachfrage beim Personal vor Ort hieß es, weitere Getränke gibt es dann unten an den regulären Theken gegen den üblichen Kinopreis.

Weitere Ernüchterung setzte ein als man mit anderen nach dem Film auf einen Sekt oder ähnliches anstoßen wollte. Wenn man vor der Filmvorstellung seinen Gutschein ausgegeben hatte, gab es keine Chance an ein weiteres Getränk zu kommen, so das Personal an den Theken. Gut, weg mar schon betrunkene Gäste auf der Party danach?

Irgendwann erschienen auch die Schauspieler des Films um sich für die Presse ablichten zu lassen. Leider in diesem Fall gefühlt auch nur für die Presse.

Kino 8 war angesagt, allerdings wurde kurz vor Beginn des Films dann noch Kino 8 mit Kino 9 zusammengelegt. Das große Chaos geht weiter, indem sich alle versuchen in Kino 9 zu begeben. Leider besonders bitter für die Gruppen, die nicht wie geplant zusammen sitzen konnten. Es sollte dann aber auch schon bald losgehen, nach einer kurzen Rede des Splendid Film Verleihs und Timo Vuorensola, dem Regisseur von Iron Sky. Der Film wurde übrigens auf Englisch gezeigt, was zwar kein Problem ist, aber bei einer Deutschlandpremiere wäre eine Deutsche Synchronisierung vielleicht nicht verkehrt gewesen.

Der Film – Einmal Erde, zum Mond und noch weiter

Der Film beginnt mit Szenen, die an den ersten Teil anknüpfen. Der Krieg gegen die Mondnazis schien geschlagen, allerdings fing die Menschheit an sich gegenseitig mit Atomwaffen zu zerstören. Wir sehen die Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika nach Antarktika reisen, um einen Zugang zum inneren der Erde zu öffnen. Außerdem erleben wir die Szene eines tanzenden Putins, gespielt von Kari Ketonen, die leider doch etwas zurecht geschnitten wurde, weshalb sie ein wenig unlogisch erschien.

Die Special-Effects und die Kulissen sind dabei wirklich mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet worden. Die Dinosaurier sehen echt aus und man möchte auch sofort sehr viel mehr über das Reich in der Hohlerde erfahren. Ein kleiner Schwenk in die Vergangenheit zeigt uns auch wie die Vril auf der Erde ankamen und wie sie die Geschichte der Erde beeinflusst haben. Alles in allem ist der Ausflug in die Hohlerde leider viel zu kurz gekommen und die gesamte Reise wirkte eher mehr hektisch, rein und wieder raus.

Die schauspielerische Leistung ist gelungen und man merkt das die Schauspieler Spaß an ihrem Projekt haben. Natürlich verkörpert Julia Dietze wieder Renate Richter und wir erleben erneut einen Auftritt von Udo Kier als Wolfgang Kortzfleisch und neu in seiner Rolle als Adolf Hitler aus der Hohlerde.

Das Ende des Films wirkt leider ein bisschen abgedroschen. Was würde man sonst auf der Flucht in Richtung des roten Planeten (Mars) finden? Naja drei mal dürft ihr raten.

Die Jobsisten und moderne Probleme

In dem Witz des Films versucht man auf moderne Probleme der Gesellschaft einzugehen. So erlebt man hier eine gefestigte Religion der „Apple Fanboys“, die sich hier Jobsisten nennen, und an ein geschlossenes System mit einem perfekten Design glauben. Personen, die ihr Telefon einem Jailbreak unterziehen, werden auch direkt per App exkommuniziert, da sie sich ja nicht als „Power-User“ sehen sollten. Leider funktioniert die Kompassapp in der Hohlerde nicht ohne WLAN und ein altes Nokia muss deswegen herhalten.

Das Ende des Abends mit Beigeschmack

Zu viel über den Film möchte man nun auch nicht verraten. Letztendlich kann man ihn sich angucken, allerdings schwächelt er im Vergleich zum ersten Teil doch sehr.

Natürlich wurde am Ende vom Vertreter des Filmverleihs gefragt ob der Film Gefallen gefunden hat und dies hat die Mehrheit auch mit Applaus bekräftigt. Einen bitteren Beigeschmack gab es als eine Gruppe, die sich kritisch äußern wollte warum sie den Film nicht so gut fanden wie erwartet, vom Vertreter des Filmverleihs, einigen Fans sowie Teilen der anwesenden Produktionscrew mit Buhrufen oder Zwischenrufen Mundtot gemacht wurden. Hier wären wir wieder bei dem Thema der Jobsisten. Bei einem Crowdfunding Projekt hätte man sich die Kritik durchaus anhören und gerade bei der Frage „Wie hat euch der Film gefallen?“ darauf eingehen können. Stattdessen war die Kritik an dieser Stelle offensichtlich nicht erwünscht.

Würde man mich fragen ob man sich den Film im Kino angucken sollte müsste ich leider sagen: Kann man machen, muss man aber nicht. Nach einer so langen Produktionszeit hätte ich mir wirklich mehr erhofft. Ob ich bei einem weiteren Teil ins Crowdfunding mit einsteigen würde, ist ebenfalls fraglich.

Iron Sky – The Coming Race läuft in Deutschland am 21.3.2019 in den Kinos an.

 

Hinweis: Dies war ein persönlicher Kommentar von Klaas Tammling und spiegelt die persönliche Meinung über die Premiere am 5.3.2019 in Berlin wieder. Bilder von ISN Radio / Klaas Tammling

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